Optimus No 1

Dampfbrenner

Typ: Optimus® No 1

Baujahr: Ich weiß nichts Genaues, aber nach vielen Vergleichsbildern vermute ich zumindest zwischen 1930 und 1950.

Namensgebung: Macht halt „ordentlich Dampf“. Nennleistung wahrscheinlich wie bei anderen „No 1“-Modellen 2,5 kW.

Anschaffung: Ebenfalls im Januar 2004 im Vereinigten Königreich ersteigert.

Zustand: Kocher komplett, ohne Zubehör. Ziemlich verdreckt, aber lief sofort.:-)

Geschichte

Fällt leider aus – mir ist nichts bekannt...


Besonderheiten:

Dieser Kocher ist für die Welt gemacht! Daß die Aktiebolaget OPTIMUS der alleinige Hersteller dieser Kocher ist, wird gleich in 7 Sprachen deutlich gemacht: Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch, Italienisch, Russisch und Arabisch. Export nach Fernost aber war wohl nicht vorgesehen. ;-)

Optimus No 1 Tankbeschriftung
Größenvergleich
Interessehalber mal ein Größenvergleich zwischen Primus No 96 (links) und Optimus No 1 (rechts).

Was war zu tun?

Dieser Kocher ist im Gegensatz zum Primus No 96 nicht zerlegbar, sondern als Heimkocher mit fest angebrachten Füßen (weichgelötet) versehen. Diese wären mir beim Polieren absehbar im Weg gewesen... Ehe sich die Polierscheibe darin verfängt und den Kocher an die Wand klatscht, habe ich sie lieber abgelötet.

Dann gleich den Wassertank-Test durchgeführt: Blubbern aus dem Pumpenzylinder. Auch hier hatte das Ventil wieder den Zweiflach-Kopf wie die alten Petromax®-Lampen – mit meinem Schlüssel ließ es sich leicht lösen. Und auch hier ein „kompatibles Teil“... Ventileinsatz aus der Teilekiste geholt, eingesetzt, Ventil eingeschraubt (hier war erkennbar eine Bleidichtung vorhanden, also neue Scheibe mit rein), aufgepumpt: Dicht.

So, nun also vergnügliches Arbeiten mit der Polierscheibe. Danach habe ich erstmal die Beine wieder angelötet. Ich vermute, daß auch dieser Kocher einmal mit Zaponlack überzogen war. Nach ausgiebigem Entfetten mit Spiritus hat er dann neuen Lack von mir bekommen.

Nun ging's an den Testlauf. Wie sich die Dinge wiederholen („Flammendes Inferno“)! Vorgewärmt, dann ein Pumpenstoß – aha, leises Zischen. Noch einer. Huch! Es begann zu flammen!

Dunkler Schmodder lief über den Tank und brannte, immer höher! Ja ach! Ich hatte den Vergaser nicht fest angezogen, aus dem Gewinde quoll Petroleum und brannte auf dem warmen Tank. Druckablaßschraube aufgedreht, aber es brannte weiter und höher... Aus der Ablaßöffnung kam nichts raus, die war noch vom Polieren verstopft! :-C Der Tank wurde wärmer, der Druck stieg, es brannte einen halben Meter hoch, und mir blieb nur der beherzte Griff zur Einfüllschraube. Einmal kurz ins Warme gegriffen, „pfffft“ – und der Spuk war vorbei.

Wenn das Benzin gewesen wäre...

Nun geht's ihm aber gut, und er läuft prächtig. Hat ordentlich Wupp. ,-)